Durchblick hält schlank

Was steckt drin? Durchblick hält schlank

Erst wenn Sie wissen, was im Essen wirklich drinsteckt, können Sie sich bewusst ernähren und allzu Fett- oder Zuckerreiches souverän meiden.

Was steckt drin? Durchblick hält schlank

Manchmal sind es Kleinigkeiten, die den Weg zu Wunschgewicht und gesundem Ernährungsstil ebnen. Wie wäre es beispielsweise mit einem genauen Blick auf die Etiketten all der Lebensmittel, die beim Einkauf in Ihrem Korb landen? Lesen Sie jetzt, wie die Angaben auf verpackten Lebensmitteln zu verstehen sind und steigern Sie so die Kontrolle darüber, was Ihnen und Ihrer Familie auf den Teller kommt.

Wer Etiketten richtig liest, trifft bessere Ernährungsentscheidungen

So steigern Sie die Kontrolle darüber, was bei Ihnen auf den Tisch kommt: Nur wer weiß, was im Essen wirklich drinsteckt, kann sich bewusst ernähren und Überflüssiges weglassen. Nur etwa jeder vierte Deutsche liest beim Einkauf die Lebensmitteletiketten und nimmt sich hierfür pro Produkt durchschnittlich 30 Sekunden. Gehören Sie schon zu den Infohungrigen? Machen Sie das Beste aus Ihrer Zeit und lernen Sie jetzt, Lebensmitteletiketten richtig zu verstehen.

Schwarz auf weiß: Schlüsselinformationen für Ihre ausgewogene Ernährung

Auf verpackten Lebensmitteln finden Sie viele Angaben. Besonders wichtig für eine ausgewogene Ernährung sind das Zutatenverzeichnis und die Nährwertangaben. Außerdem unverzichtbar: Das Mindesthaltbarkeitsdatum beziehungsweise das Verbrauchsdatum. Zusätzlich gibt es für bestimmte Lebensmittelgruppen weitere hilfreiche Pflichtangaben, so muss etwa auf Käsepackungen die Fettgehaltsstufe stehen.

Mit dem Zutatenverzeichnis auf du und du

Die Zutaten sind immer entsprechend ihrem Anteil am Gesamtgewicht aufgelistet, das Ganze in absteigender Reihenfolge. Die erstgenannte Zutat ist also die Hauptzutat. Zusatzstoffe, beispielsweise Farbstoffe oder Emulgatoren, müssen stets aufgelistet werden, auch wenn sie nur einen winzigen Anteil am Gesamtgewicht ausmachen. Dasselbe gilt für die so genannten Hauptallergene, also diejenigen Stoffe, die bekanntermaßen besonders häufig Allergien auslösen, etwa Soja oder Nüsse.

Die Nährwertangaben im Blick

Die Nährwertangaben liefern Infos über den Gehalt an Energie, Zucker, Salz und Fett. Gesättigte Fettsäuren sind extra ausgewiesen. Achten Sie unbedingt darauf, auf welche Menge sich die Angaben beziehen. Oft ist die Richtgröße 100 g, aber viele Hersteller geben die Nährwerte auch pro Portion an, wobei die Portionsgröße mehr oder weniger willkürlich festgelegt ist. Zusätzlich wird oft noch benannt, wie viel Prozent der empfohlenen Tageszufuhr das Genannte entspricht. Man geht dabei von einer Energiezufuhr von 2000 kcal am Tag aus – gleichen Sie dies mit Ihrem tatsächlichen Energiebedarf ab, um eine für Sie persönlich relevante Angabe zu erhalten.

Mindesthaltbarkeitsdatum und Verbrauchsdatum: Wo liegt der Unterschied?

Sowohl Mindesthaltbarkeitsdatum als auch Verbrauchsdatum beziehen sich auf ungeöffnete Produkte. Ist das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten, heißt dies nicht zwangsläufig, dass das Lebensmittel verdorben ist. Allerdings können Geruch, Geschmack, Nährstoffgehalt und Farbe beeinträchtigt sein. Am besten prüfen Sie also vorsichtig, ob das Ganze noch auf den Teller kommen kann – oder in die Tonne gehört. Wesentlich ernster sollten Sie das Verbrauchsdatum nehmen. Dieses wird bei leicht verderblichen Waren wie etwa Hackfleisch angegeben. Ist das Verbrauchsdatum überschritten, sollte man das betreffende Produkt tatsächlich nicht mehr verwenden.

Alles Käse? Fett i. Tr. und tatsächlicher Fettgehalt

Die gängige Abkürzung Fett i. Tr. steht für Fett in der Trockenmasse. Als Trockenmasse wird dabei die Masse bezeichnet, die entsteht, wenn man dem Käse alle Flüssigkeit entzieht. Ausgehend von dieser Angabe können Sie den ungefähren tatsächlichen Fettgehalt pro 100 g ermitteln, indem Sie ein bisschen rechnen. Je nach Käseart lautet die Formel unterschiedlich: Bei Frischkäse nehmen Sie den Prozentwert x 0,3, bei Weichkäse x 0,5, bei halbfestem Schnittkäse x 0,55, bei Schnittkäse x 0,6 und bei Hartkäse x 0,7. Schon herrscht Klarheit im Kühlschrank.

… und was sagt Ihnen die Fettgehaltsstufe?

Eine andere übliche Angabe bei Milchprodukten ist die Fettgehaltsstufe. Als Magerstufe wird alles mit einem Fettgehalt unter 10% i. Tr. bezeichnet. Die Viertelfettstufe steht für mindestens 10 % Fett i. Tr. Die Halbfettstufe bedeutet mindestens 20% Fett i. Tr. Die Dreiviertelfettstufe bezeichnet Produkte mit mindestens 30% Fett i. Tr. Lebensmittel der Fettstufe bringen mindestens 40 % Fett i. Tr. auf die Waage, in der Vollfettstufe sind es mindestens 45%, in der Rahmstufe mindestens 50% und in der Doppelrahmstufe mindestens 60 bis maximal 85% Fett i. Tr.

Gesund ist, wo Gesundes draufsteht?

Zu guter Letzt noch ein Hinweis in Sachen Health-Claims-Verordnung. Vielleicht fallen Ihnen gelegentlich Produkte auf, deren Etiketten wahre Wunder verheißen. Doch verlockende Aussagen wie „fünf Kilo weniger in sechs Tagen“, die beispielsweise den Kräutertee zieren, sind nicht nur Augenwischerei, sondern schlichtweg verboten. Ignorieren Sie solche Versprechen am besten und vertrauen Sie auf das, was Ihnen Ihr gesunder Menschenverstand und Ihr Ernährungswissen sagen – zum Wohle Ihrer Figur.

Nutzen Sie jetzt unser „Tool des Monats“, die Ernährungspyramide. Viel Spaß damit und einen schönen April!

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