Supermärkte

Vorsicht (Light)-Falle

Die Supermärkte sind voll davon: Light-Produkte suggerieren dem Verbraucher Fitness, Schlankheit und vor allem einen geringen Kaloriengehalt. Also für immer schlank dank Light-Produkten? Auf den ersten Blick scheinen diese Nahrungsmittel die Ideallösung zu sein. Essen ohne Reue und dabei abnehmen. Der Zusatz auf der Packung vermittelt den Eindruck, der Inhalt sei kalorienarm. Das ist so nicht richtig. “Light” kann für vieles stehen, zum Beispiel zuckerreduziert, fettreduziert, koffeinarm oder alkoholfrei. Zudem sind die Begriffe “leicht” und “light” gesetzlich nicht geschützt. Zwar soll die Lebensmittelkennzeichnung ab dem 1. Juli 2007 differenzierter werden, aber dennoch wird es weiterhin einiges zu beachten geben.

Ab Juli 2007 müssen sich Hersteller an eine neue EU-Verordnung halten was die Lebensmittelkennzeichnung angeht. So wird beispielsweise festgelegt, dass feste Nahrungsmittel mit dem Label “fettarm” nicht mehr als drei Gramm Fett pro 100 Gramm enthalten dürfen, flüssige nicht mehr als 1,5 Gramm. Die Liste der neuen Labels ist lang, doch Kritiker sind zu Recht weiter unzufrieden. Denn das Thema Lebensmittel ist zu komplex, als dass es mit verbesserter Kennzeichnungspflicht zu lösen sei. Was also müssen Sie wissen?

Fettgehalt lesen

Auch bei Produkten mit der Aufschrift “light” sollten Sie immer auf die Fett- und Kalorienangaben achten. So muss ein zuckerreduziertes Light-Produkt nicht zwangsläufig auch fettarm sein. Und ein Milchprodukt, das mit Stickstoff aufgeschlagen wurde, ist zwar lockerer, aber nicht kalorienreduziert: Das heißt, es ist einfach nur weniger im Becher und das oftmals zu einem höheren Preis. Wissenschaftler haben zudem festgestellt, dass das Sättigungsgefühl bei fetthaltigeren Nahrungsmitteln schneller eintritt. Aus diesem Grund nimmt man von fettreduzierten Produkten meist mehr zu sich als von den “normalen”.

Kalorienreduziert, aber nicht kalorienarm

Light-Produkte sind oftmals Varianten insgesamt nicht empfehlenswerter Lebensmittel. So enthält beispielsweise Light-Mayonnaise extrem viel Fett und Kalorien – und mit “nur” 50 Prozent Fett in der kalorienreduzierten Form immer noch fast 500 Kalorien pro 100 Gramm. Genauso verhält es sich mit Light-Salami. Eine vernünftige Alternative wäre hier eine von Natur aus fettarme Geflügelwurst.

Die “leichten” Versionen sind aber nicht immer abzulehnen. So können bei häufigem Kaffeegenuss Kalorien eingespart werden, indem man Süßstoff benutzt. Auch bei Softdrinks ist die kalorienreduzierte Version zu empfehlen. Nachteil von Cola und Co. ist jedoch der hohe Phosphatanteil. Er hemmt die Verfügbarkeit der Mineralstoffe in der Nahrung, so dass eine Unterversorgung mit Calcium, Kalium und Magnesium entstehen kann.

Fazit:
Wenn Sie sich bewusst und abwechslungsreich ernähren, können Sie auf die meisten Light-Produkte getrost verzichten und dabei auch noch Geld sparen. Denn in der Regel sind die leichten Lebensmittel vor allem eins: teuer.

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