Indischer Flohsamen

Indischer Flohsamen – eine natürliche Unterstützung beim Abnehmen

Plantago ovata wurde in den letzten Jahren als Lebensmittel und in der Naturheilkunde immer beliebter. Verwendung findet sie bei Übergewicht, Verdauungsstörungen und Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes.

Plantago ovata oder bei uns bekannt als indischer Flohsamen/Flohsamenschalen, gehört zu der Gattung der Wegeriche. In den letzten Jahren wurde diese Pflanze als Lebensmittel und in der Naturheilkunde immer bekannter und beliebter. Eingesetzt wird sie hauptsächlich bei Übergewicht, Verdauungsstörungen und Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes.

Beschreibung der Pflanze

Der indische Flohsamen ist eine einjährige krautartige Pflanze, die von Januar bis April blüht. Die linearen Blätter sind am Boden breit und verlaufen zum Ende spitz zu. Sie wachsen rosettenartig um die Schäfte der Ähre herum. Die Kapselfrüchte enthalten die jeweils bis zu 2,5 Millimeter großen eiförmigen, braungelben Samen. Die Plantago ovata ist in den Wüstengebieten Nordafrikas und Südwestasiens beheimatet.

Verwendung der Flohsamen bei Diäten

Flohsamen werden Fruchtsäften und Müsliriegel als Sättigungsmittel beigefügt. Hauptsächlich erhält man sie aber im Reformhaus und im Bioladen als reine Samen. Vor den Mahlzeiten sollten 5 bis 10 g der Samen in Wasser zum Quellen gebracht werden. Diese werden dann getrunken und mindestens mit 200 ml Wasser nachgespült, damit es nicht zu Verstopfungen kommt, denn die Hauptquellkraft wird erst im Magen erzeugt. Nach einer halben Stunde kann dann die Hauptmahlzeit eingenommen werden. Die Flohsamen sind nun soweit aufgegangen, dass man erstaunt ist, wie wenig Hunger man noch hat und wie schnell das Sättigungsgefühl einsetzt. Doch Flohsamen können während einer Diät noch mehr.
Ihre Schleime sorgen dafür, dass Zucker nur langsam vom Körper aufgenommen wird und somit der Blutzuckerspiegel über den Tag konstant bleibt. Dies trägt ebenso dazu bei, dass man während einer Diät von Heißhungerattacken verschont bleibt.
Flohsamen werden ebenfalls nachgesagt, dass sie die Cholesterin- und Blutfettwerte positiv beeinflussen können.

Flohsamen bei Krankheiten

Für die Glutenunverträglichkeit Zöliakie, eine Erkrankung der Dünndarmschleimhaut, müssen die Patienten auf Weizen, Gerste, Hafer und Roggen verzichten. Um glutenfreie Backwaren herzustellen, greift die Industrie auf Flohsamenschalen als Bindemittel zurück.

Indische Flohsamen werden auch bei Verstopfungen und bei Durchfällen eingesetzt. Bei Verstopfungen wird genauso vorgegangen wie bei der Diät. Die Samen werden zum Quellen gebracht und mit viel Wasser getrunken. Die Schleime der Frucht sorgen dafür, dass die Verdauung angeregt wird. Auch bei Erkrankungen wie Hämorrhoiden und Analfissuren, wo ein weicher Stuhl erwünscht ist, sind Flohsamen hervorragend geeignet.

Leidet man unter Durchfällen, nutzt man ebenfalls die Kraft der Plantago ovata, nur werden jetzt die Samen nicht mit viel Wasser, sondern nur im Joghurt zu sich genommen. Im Darm wird die überschüssige Menge von Wasser von den Samen aufgenommen und der Stuhl erhält somit wieder an Konsistenz.
Bei chronischen Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes wie zum Beispiel Morbus Crohn sollte aber der Arzt gefragt werden, ob der Einsatz von Flohsamen ratsam ist. Da die Schleimhaut des Dünndarms bei dieser Erkrankung sehr empfindlich ist, kann es durch den Gebrauch von Flohsamen zu kleinen Rissen und Blutungen kommen. Diabetiker können mit den indischen Flohschalen ihren Blutzuckerspiegel positiv beeinflussen. Somit können die natürlichen Wirkstoffe des indischen Flohsamens bei Hungergefühl und Verdauungsproblemen unterstützend wirken, aber auch auf Krankheiten einen positiven Einfluss nehmen

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